
Orgelreise durchs Dekanat Feldmoching im Herbst 2022


Eher zufällig wurde ich zu einer Orgelvertretung in die Maximilianskapelle in Schleißheim gebeten; das wundervolle historische Instrument dort kennenzulernen, war mir eine besondere Ehre.
In meiner kleinen Phraseologie gehe ich besonders auf das tonsetzerische Problem geeigneter Figurationen in Überleitungen und Schlussgruppen klassischer Sonatenhauptsätze ein. Dazu unterteile ich die Gruppe der späten Sonaten Mozarts nach Taktarten und zeige Gestaltungsmittel und die verwendeten Figurationen auf.
Mein Kollege „RoDi“ aus unserem Pfarrverband stellt auf seinem YouTube-Kanal regelmäßig Orgeln vor; da ich die meisten dieser Orgeln ja ebenfalls kenne und regelmäßig bespiele, wurde mir erst bewusst, wie unterschiedlich die Vorstellungen und der musikalische Zugriff auf verschiedene Register sein können. So habe ich ihn überredet, zwei voneinander unabhängige Vorstellungen der Orgel von St. Johannes Evangelist aufzunehmen und zu vergleichen, wie wir die Orgel sehen.

Ich finde immer, dass kompositorische Mittel der Inszenierung und Dramatisierung von Auflösungen von Spannungen besonders interessant sind. Wer sich mit Komposition oder besonders Improvisation beschäftigt, dem gelingt die Bildung von „roten Fäden“ oft nicht. In den von mir ausgewählten Beispielen ist diese Spannungsregie besonders eindringlich.

Ich glaube, dieses Werk ist eine meiner traurigsten Kompositionen. Ich würde mich freuen, es einmal aufgeführt zu hören.
Es ist leichter, wenn man seine Kompositionen selbst aufführen kann. Hier eine kleine Toccata von mir, die ich bei einem Orgelkonzert aufgeführt habe.
Zu Ostern 2022 sang der Kirchenchor Mozarts B-Dur-Messe und ich habe mit den Instrumentalisten noch ein wenig Mozart draufgelegt.